Wuchtige Akkordeonklänge in der Sondelfinger Kirche

von Dieter Heim

Der Akkordeon-Verein HHC Reutlingen präsentierte am Samstagabend den Zuhörern in der sehr gut besuchten Sondelfinger Johanneskirche teils hauchzarte und wehmütige, teils außerordentlich voluminöse Akkordeonklänge.

Den ersten Teil gestaltete fast schon traditionell ein Orchester der „Newcomer + Mondays“ des HHC unter der Leitung von Jürgen Walz. Das mehrsätzige Werk „Magic“ von W. Russ bildete den Auftakt, ehe mit „Strangers on the shore“ von Acker Bild und „Chariots of fire“ von Vangelis allseits bekannte Melodien durch das Kirchenschiff hallten. Eher wehmütige Stimmung vermittelte anschließend das Ensemble des HHC unter der Leitung von Horst Amann mit „Adios Nonino“ aus der Feder von A. Piazolla. Allerding wurde es direkt im Anschluss mit der „Danca Siciliana“ von F. Hektor gleich wieder richtig temperamentvoll.

Danach wurde es dann in mehreren Schritten richtig voll auf der Bühne rund um den Altar, als das Orchester des HHC unter der Leitung von Horst Amann in verschiedenen Varianten Platz nahm, um den letzten Teil des Konzertes zu gestalten. Dabei ging es mit den „American Impressions“ von C. Mahr zunächst auf eine Reise durch den Wilden Westen, bevor dann fast 40 aktive Musiker den Kirchenraum mit teils opulenten Klängen füllten. Virtuos und rhythmisch teilweise ziemlich wild führten zunächst 2 Sätze aus der „Keniade“ von F. Dobler ins ferne Afrika, bevor es mit „Star Wars“ von J. Williams sogar ins Weltall ging. Hierbei zeigten die Akkordeonisten eindrucksvoll, welchen gewaltigen Klangkörper sie mit ihren Instrumenten erzeugen können. Gleiches galt auch für das Finale mit zahlreichen bekannten Melodien aus dem Musical „Cats“ von A. L. Webber, das das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss.

Selbstverständlich gewährten die Musiker entsprechende Zugaben – mit dem hauchdünn beginnenden und langsam immer opulenter anschwellenden „Bolero“ von M. Ravel nochmals eine Melodie, die auch nach dem letzten Ton innerlich lange nachklingen konnte. Doch damit nicht genug: mit einer nochmaligen Passage aus „Cats“ endete das Konzert dann als Kontrast mit ganz leisen und sanften Tönen.

Der rote Punkt
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